Motorradunfälle Rhein-Sieg-Kreis
Verfasst: Di 24. Aug 2010, 10:03
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Entwicklung der Motorradunfälle macht der Polizei Sorgen
23.08.2010 - Trotz aller Appelle und Aufklärungs-Kampagnen steigt die Zahl der verunglückten Motorradfahrer seit 2006 stetig an. Waren im Vorjahr noch 115 derartige Unfälle im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis (ohne Bad Honnef und Königswinter) zu verzeichnen, waren es im ersten Halbjahr dieses Jahres schon 67, eine Steigerung um 5 % im Vergleich zum Vorjahr, 20 % verglichen mit 2006. Die Zahl der schwerverletzten Kradfahrer erhöhte sich binnen Jahresfrist sogar um ein Drittel. Dies ergab eine aktuelle Auswertung der Kreispolizeibehörde. Dabei sei es reines Glück gewesen, daß dieses Jahr noch keine Todesopfer zu beklagen waren.
60 % der Unfälle mit Beteiligung von Motorrädern ereignen sich außerorts, zumeist als Alleinunfälle ohne Beteiligung Dritter. Unfallursache Nummer Eins ist hier überhöhte Geschwindigkeit. Bei den sich innerorts abspielenden Unfällen liegt die Schuld dagegen mehrheitlich bei Autofahrern, hier dominieren Vorfahrtsverstöße. Ein Drittel aller Unfälle werden am Sonntag verzeichnet, die Verteilung auf die anderen Wochentage ist gleichmäßig. Die Hälfte aller Verunglückten wohnt außerhalb des Kreisgebietes, was auf die Beliebtheit der Straßen im Bergischen Land für Freizeitausfahrten zurückzuführen ist. Die erhöhte Gefahr für die auswärtigen Fahrer liegt darin, daß sie die Gefährlichkeit der Strecken oftmals nicht kennen.
Deutliche Worte fand Pressesprecher Burkhard Rick über eine Gruppe, die der Polizei am meisten Sorgen bereitet : diejenige, die völlig resistent gegen Aufklärung sei und sich rücksichtslos auf den Straßen verhalte. "Die wollen den Kick haben", bewegten sich im Grenzbereich bei Mißachtung aller Tempolimits und führen "auf Sicht". Dieses Verhalten sei altersunabhängig. Gerade "Wiedereinsteiger" über 40 gehören vielfach zu den Verunglückten.
Auch ein anderes Problem brachte die Statistik zutage. Bei Strecken, auf denen schwerpunktmäßig Kontrollen stattfinden, gehen die Unfallzahlen zurück, doch woanders steigen sie gleichzeitig. Der Grund seien "typische Verdrängungseffekte", das heißt, daß die Zweiradfahrer auf andere Routen ausweichen. Daher sollen nun auch verstärkt solche Abschnitte kontrolliert werden, bei denen die Zahlen zwischenzeitlich stark gesenkt werden konnten und daher zuletzt weniger im Focus der Betrachtung lagen.
Entwicklung der Motorradunfälle macht der Polizei Sorgen
23.08.2010 - Trotz aller Appelle und Aufklärungs-Kampagnen steigt die Zahl der verunglückten Motorradfahrer seit 2006 stetig an. Waren im Vorjahr noch 115 derartige Unfälle im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis (ohne Bad Honnef und Königswinter) zu verzeichnen, waren es im ersten Halbjahr dieses Jahres schon 67, eine Steigerung um 5 % im Vergleich zum Vorjahr, 20 % verglichen mit 2006. Die Zahl der schwerverletzten Kradfahrer erhöhte sich binnen Jahresfrist sogar um ein Drittel. Dies ergab eine aktuelle Auswertung der Kreispolizeibehörde. Dabei sei es reines Glück gewesen, daß dieses Jahr noch keine Todesopfer zu beklagen waren.
60 % der Unfälle mit Beteiligung von Motorrädern ereignen sich außerorts, zumeist als Alleinunfälle ohne Beteiligung Dritter. Unfallursache Nummer Eins ist hier überhöhte Geschwindigkeit. Bei den sich innerorts abspielenden Unfällen liegt die Schuld dagegen mehrheitlich bei Autofahrern, hier dominieren Vorfahrtsverstöße. Ein Drittel aller Unfälle werden am Sonntag verzeichnet, die Verteilung auf die anderen Wochentage ist gleichmäßig. Die Hälfte aller Verunglückten wohnt außerhalb des Kreisgebietes, was auf die Beliebtheit der Straßen im Bergischen Land für Freizeitausfahrten zurückzuführen ist. Die erhöhte Gefahr für die auswärtigen Fahrer liegt darin, daß sie die Gefährlichkeit der Strecken oftmals nicht kennen.
Deutliche Worte fand Pressesprecher Burkhard Rick über eine Gruppe, die der Polizei am meisten Sorgen bereitet : diejenige, die völlig resistent gegen Aufklärung sei und sich rücksichtslos auf den Straßen verhalte. "Die wollen den Kick haben", bewegten sich im Grenzbereich bei Mißachtung aller Tempolimits und führen "auf Sicht". Dieses Verhalten sei altersunabhängig. Gerade "Wiedereinsteiger" über 40 gehören vielfach zu den Verunglückten.
Auch ein anderes Problem brachte die Statistik zutage. Bei Strecken, auf denen schwerpunktmäßig Kontrollen stattfinden, gehen die Unfallzahlen zurück, doch woanders steigen sie gleichzeitig. Der Grund seien "typische Verdrängungseffekte", das heißt, daß die Zweiradfahrer auf andere Routen ausweichen. Daher sollen nun auch verstärkt solche Abschnitte kontrolliert werden, bei denen die Zahlen zwischenzeitlich stark gesenkt werden konnten und daher zuletzt weniger im Focus der Betrachtung lagen.